{"id":109,"date":"2013-09-19T00:21:06","date_gmt":"2013-09-18T22:21:06","guid":{"rendered":"http:\/\/stefanthoeni.ch\/?p=109"},"modified":"2013-09-19T00:21:06","modified_gmt":"2013-09-18T22:21:06","slug":"in-eigener-sache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanthoeni.ch\/index.php\/2013\/09\/19\/in-eigener-sache\/","title":{"rendered":"In eigener Sache"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Piraten,<\/p>\n<p>Ich habe einen schweren Fehler gemacht. Im Folgenden will ich ausf\u00fchren, wie es dazu kam, welche Lehren zu ziehen sind, und wie es trotzdem weiter geht.<\/p>\n<p>Vor nicht ganz zwei Wochen fand das Vorst\u00e4ndetreffen statt. Ich war dort, um \u00fcber die Finanzantr\u00e4ge zu berichten. Am Ende hat jedoch ein anderes Thema den Tag dominiert. Die Reaktion auf die aktuellen Forendiskussionen, die wieder einmal mit sehr harten Bandagen gef\u00fchrt wurde. Die Anwesenden gelangten zur Entscheidung, dagegen eine eigene Erkl\u00e4rung zu stellen.<\/p>\n<p>Diese Erkl\u00e4rung war ein Fehler. Sie hat nicht nur die Probleme sondern auch gleich noch die \u201e\u00dcbelt\u00e4ter\u201c beim Namen genannt. Damit wurde sie zu einer Art Internetpranger, noch dazu als Selbstjustiz. Die Erkl\u00e4rung wurde aus der gef\u00fchlten Ohnmacht geboren. Dabei waren wir gar nicht ohnm\u00e4chtig. Ich selbst h\u00e4tte zum Beispiel in meiner Funktion als Pr\u00e4sident der GPK beim Vorstand auf eine effektive Moderation dr\u00e4ngen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Es kam aber noch schlimmer. Als diese erste Erkl\u00e4rung sp\u00e4ter auf Anordnung des Piratengerichts entfernt wurde, habe ich nicht pausiert und nachgedacht, sondern erst mal Rechtsmittel eingelegt. Mit angelegten Scheuklappen gings dann weiter und bald hab ich die zweite Erkl\u00e4rung verfasst. Diesmal sollte sie unanfechtbar sein, aber dennoch die gew\u00fcnschte Prangerwirkung entfalten. Statt auf kritische Stimmen zu h\u00f6ren habe ich auch noch ein paar zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzer gesammelt.<\/p>\n<p>Aufgrund der zweiten Erkl\u00e4rung hat uns dann ein Betroffener ein Ultimatum gestellt. Also haben wir \u00fcber das weitere Vorgehen abgestimmt. Hier erfuhr ich den ersten Schimmer von Erkenntnis, als die Voten in einer veritablen Kriegserkl\u00e4rung m\u00fcndeten. Ein weiterer Schock ereilte mich am n\u00e4chsten Morgen. Einer von uns hatte Antrag auf Abwahl der Richter gestellt. Da wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Aus unserer falschen Ohnmacht war ein richtiger Internetmob geworden.<\/p>\n<p>So habe ich denn im Verlaufe dieses Tages die Notbremse gezogen und versucht, m\u00f6glichst alles Unheil ungeschehen zu machen. Zun\u00e4chst habe ich versucht die Unterst\u00fctzer zu \u00fcberzeugen, dass dies nicht der richtige Weg ist. Leider sind nicht alle zu dieser Einsicht gelangt. Zu guter letzt habe ich die zweite Erkl\u00e4rung entfernt. Jetzt bleibt mir nur noch, die volle Verantwortung f\u00fcr diese Zwischenf\u00e4lle zu \u00fcbernehmen und an dieser Stelle Besserung zu geloben.<\/p>\n<p>Ich entschuldige mich bei allen Betroffenen, dem Piratengericht und seinen Richtern und bei allen Piraten f\u00fcr diesen Fehler und den Schaden, den Aufwand und die Nerven die ich euch gekostet habe. Ich bedanke mich ausserdem bei allen, die mir den richtigen Weg gewiesen haben und denjenigen mir jetzt helfen, diesen schwierigen Moment zu \u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Jetzt wird es aber Zeit f\u00fcr uns, in die Zukunft zu blicken. Lasst jetzt uns friedlich und fair weiter \u00fcber politische Inhalte diskutieren. Lasst uns \u00fcber ein Ern\u00e4hrungspapier diskutieren, das f\u00fcr alle Piraten geniessbar ist!<\/p>\n<p>Fair winds and following seas<br \/>\nStefan Th\u00f6ni<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Piraten, Ich habe einen schweren Fehler gemacht. 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